Fünf Tage Cold Hawaii: Spontaner Dänemark-Trip mit ein paar Learnings

Manchmal sind die besten Trips die, die man kaum plant. Vor vier Wochen haben wir – mein Kumpel und ich – spontan beschlossen, für fünf Tage nach Dänemark zum Windsurfen und Wellenreiten zu fahren. Es war ein Dienstagmittag, wir hatten beide noch ein bisschen was zu erledigen, aber dank der Unterstützung unserer Familien konnten wir einfach los. Mein Kumpel ist Wellenreiter, ich bin Windsurfer, und wir ergänzen uns super. Wir haben ein gemütliches Airbnb in Klitmøller gefunden, und am Abend gegen 22 Uhr kamen wir an – Cold Hawaii, wir sind da!

Erster Tag: Sonne, Wellen und erste Anpassungen
Der erste Tag war eher etwas für meinen Kumpel. Wenig Wind, dafür überwiegend Sonne und gute Bedingungen zum Wellenreiten. Ich hab ihn dabei gefilmt und abends gab’s Spaghetti Bolognese und ein Bierchen zum Ausklang. Ganz entspannt.


Zweiter Tag: Wind in Hanstholm
Am zweiten Tag kam dann endlich der Wind. Ich war jeden Tag vorne an der Mole in Hanstholm auf dem Wasser, während mein Kumpel seine Wellen in der geschützten Bucht ritt. Es war die perfekte Kombination – keiner musste verzichten.

Hierbei habe ich nach den ersten Runs gemerkt, dass ich meine Fußschlaufen anpassen muss, weil ich in Hanstholm Schuhe tragen musste. Ich hatte zwar daran gedacht, sie größer zu machen, aber offenbar nicht groß genug. Tipp also: Immer großzügig einstellen, damit man später nicht nachjustieren muss. Weiter unten gibt es ein Video, wie man die passende Einstellung insbesondere fürs Waveriding findet.


Dritter Tag: Ein kleiner Unfall nach einer Pause
Am Freitag lief der erste Teil der Session richtig super. 4.0 und 92l passten perfekt. Nach einer kurzen Pause war ich wohl ein bisschen zu euphorisch und wollte zu schnell wieder raus aufs Wasser. Ich habe den richtigen Moment nicht ganz abgepasst, der Wind war zu schwach, und die Strömung hat mich direkt Richtung Mole getrieben. Dieses Learning musste ich sozusagen teuer bezahlen: Es gab einen Schaden am Board und am Segel, aber glücklicherweise ist sonst nichts passiert. Am Ende war es nur Materialschaden, den ich reparieren konnte, aber es war definitiv eine Lehre: Nicht zu euphorisch werden und den richtigen Moment abpassen. Reparieren konnte ich das Borad mit Solarez. Klare Empfehlung für das Zeug und sollte man immer dabei haben. Man braucht nur etwas Sonnenlicht, eine Folie (durchsichtigte Plastiktüte, Gefrierbeutel oder ähnliches) und ein bisschen Tape. Man trägt es zügig auf, viel hilft viel, fixiert es dann mit der Folie und etwas Tape, bringt es damit dann in Form und sorgt dafür, dass es sich seinen Weg in die Risse sucht. Nach 1 Stunde Sonne ist es hart. Bei Bewölkung dauert es etwas länger aber es geht auch. Surftag gerettet. Wichtig: nehmt das blaue für Epoxy-Boards.



Der beste Windsurf-Tag des Jahres
Am Samstag war es dann überragend. Es war der beste Windsurf-Tag des Jahres. Wahrscheinlich hatte ich mich die letzten Tage gut warm gefahren und trotz des kleinen Unfalls am Vortag war ich positiv gestimmt. Die Wellen liefen super sauber rein, wurden im Laufe des Tages immer größer – teilweise zwei bis drei Meter hoch. Erneut passte das 4.0er Segel und das 92l Quad. Man konnte mehrere Turns auf einer Welle fahren, und es war einfach großartig, wie viel man in so kurzer Zeit lernt, wenn man mehrere Tage am Stück auf dem Wasser ist. Dieser Tag war wirklich das Highlight – ein perfekter Abschluss und der Beweis, dass man sich enorm verbessert, wenn man einfach mal ein paar Tage am Stück aufs Board steigt.

Perfekte Kombi: Windsurfen und Wellenreiten
Besonders schön war, dass wir beide auf unsere Kosten kamen. Durch die kleine Windabdeckung in der Bucht direkt neben der Mole konnte mein Kumpel wunderbar Wellenreiten, während ich auf der offenen Seite super Windsurfen konnte. Es war die perfekte Kombination – keiner musste verzichten, und wir hatten beide richtig viel Spaß.

Learning: Fußschlaufen richtig einstellen
Übrigens: Falls ihr euch fragt, wie man die Fußschlaufen ideal anpasst – ich habe auf dem Blog ein Video von Ben Proffitt verlinkt, in dem genau erklärt wird, wie man die Größe optimal einstellt. Schaut da gerne mal rein, dann erspart ihr euch das Nachjustieren, das ich in Hanstholm lernen musste.

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Dankbarkeit und Fazit
Am Ende waren wir einfach unheimlich dankbar – nicht nur für die großartigen Bedingungen, sondern auch dafür, dass unsere Familien und unsere berufliche Situation es uns ermöglicht haben, so spontan diese Auszeit zu nehmen. Das ist nicht selbstverständlich, und dafür kann man nur dankbar sein.

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